Selbstaufblasbare Isomatte

Alle wissenswerten Fakten!

Im Bereich der Luftmatratzen und Isomatten hängt vieles vom Verwendungszweck ab: Für die Übernachtungsmöglichkeit von Gästen wird gerne auf das Luftbett zurückgegriffen, alternativ aber auch auf die klassische Luftmatratze. Bei größeren Wanderungen oder Bergtouren bietet sich allerdings eine selbstaufblasbare Isomatte wesentlich besser an. Warum das so ist und was Sie vor dem Kauf einer solchen Isomatte wissen sollten, das erfahren Sie in diesem kurzen Ratgeber. 

Was zeichnet die selbstaufblasbare Isomatte aus?

Isomatte selbstaufblasbarBei den Kletterfreunden und Wanderern ist die selbstaufblasbare Isomatte oft der gesunde Mittelweg zwischen einer normalen Isomatte und einer Luftmatratze. Sie schützt durch ihre isolierende Wirkung vor Feuchtigkeit, Schmutz und Bodenkälte. Die Matte besteht im ihrem Inneren aus einem speziellen PU-Schaum, der zusammengerollt sich gut komprimieren lässt und damit Platz spart.

Beim Ausrollen dehnt sich der Schaum wiederum aus und kann durch das Öffnen des angebrachten Ventils von selbst aufgeblasen werden. Die selbstaufblasbare Isomatte nimmt dabei an Stärke und Dichte zu und muss anschließend wieder durch das Ventil geschlossen werden, sodass keine Luft mehr entweichen kann.

Halten wir mal fest – worin liegen die Vorteile?

  • Hohe Isolationsleistung im Vergleich zu klassischen Schaumstoffmatten
  • Geringes Gewicht und nur wenig Platzverbrauch
  • Selbstaufblasbar – keine körperliche Anstrengung notwendig
  • In verschiedenen Stärken verfügbar für individuellen Schlafkomfort

Die wichtigsten Eigenschaften und Anwendungshinweise

Über das Ventil können bei einer selbstaufblasbaren Isomatte unterschiedliche Härten und Stärken eingestellt werden. Dabei kommt es ganz auf die persönlichen Vorlieben an, mit welcher Härte Sie am komfortabelsten schlafen können. Zusätzlich zum Ventil ist es auch mithilfe der Atemluft möglich, die Luftfüllung in der Isomatte anzupassen.

Achtung beim manuellen Aufblasen durch Atemluft:

Auf diese Weise kann es passieren, dass die selbstaufblasbare Isomatte mit einer schädlichen Menge an Feuchtigkeit und Bakterien gefüllt werden und dadurch das Material angreifen. Im schlimmsten Fall verklebt der Schaumstoff oder durch die hohe Feuchtigkeit gefriert diese bei Minusgraden. In beiden Fällen ist eine drastisch verminderte Isolierwirkung die Folge. Alternativ greifen Sie auf spezielle Pumpsysteme oder die dafür vorgesehenen Lösungen der Hersteller zurück, die je nach Isomatte variieren können.

Verschiedene Stärken für die selbstaufblasbare Isomatte

Isomatte aufblasbarWenn es um die Frage nach der Stärke einer Isomatte geht, stehen in erster Linie der Komfort und die Packgröße im Vordergrund. Die allermeisten Modelle beginnen dabei ab einer Stärke von 3 cm bis hin zu 10 cm. Aus der Komfort-Sicht sind Isomatten mit lediglich 3 cm nicht besonders geeignet. Andererseits haben diese Modelle aufgrund ihrer geringen Höhe auch das kleinste Packmaß, sodass diese bei Ihrer Wanderung am wenigsten Gewicht und Platz wegnehmen werden. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie sich selbstaufblasbare Isomatten mit geringer Stärke nur dann zulegen, wenn Sie nur sehr kurze Wanderungen oder Bergsteiger-Touren planen, da Sie sonst nicht sehr bequem schlafen werden.

Bei Stärken zwischen 4 und 6 Zentimetern ist ein erholsamer Schlaf in Kombination mit einem bequemen Schlafsack ziemlich sicher. Für optimalen Komfort sollten Sie eine Stärke um die 10 cm wählen. Beachten Sie dabei jedoch, dass alle Stärken ab 10 cm aufwärts tendenziell keinen spürbaren Mehrwert in Bezug auf Bequemlichkeit liefern. Lassen Sie sich daher nicht verleiten zu einer höheren Stärke zu greifen, wenn das Modell sogar teurer und gar nicht nötig wäre.

Der R-Wert: Was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Bevor Sie sich eine selbstaufblasbare Isomatte zulegen, sollten Sie mindestens von dem Begriff des R-Wertes gehört haben. Der R-Wert gibt Auskunft über die Isolationsleistung und somit über den Wärmewiderstand einer Isomatte. Das bedeutet, dass der R-Wert aussagt, wie gut oder wie schlecht die Wärme in einem Material geleitet wird. Je höher der Wert, desto besser ist auch die Isolationsleistung.

Aber nicht nur der R-Wert bestimmt die Isolationsleistung einer selbstaufblasbaren Isomatte: Auch die bereits erwähnte Stärke wirkt sich zunehmend positiv auf den Wärmewiderstand aus. Darüber hinaus hängt die Wärmeisolierung natürlich auch mit Untergrund zusammen. Wenn möglich, sollte die Isomatte auf ein paar Blättern oder Moos gelegt werden. Dadurch können mehr Luftpolster entstehen und die isolierende Wirkung der Matte verbessert sich.

Selbstaufblasbare Isomatte kaufen – die Mindestanforderungen

Sie haben nun schon einige Informationen über die Vorteile und Eigenschaften von Isomatten bekommen. Für Sie als Konsument ist es natürlich notwendig zu wissen, was eine gute selbstaufblasbare Isomatte mindestens können sollte, um auch auf lange Sicht einsatzbereit zu bleiben:

  • Wasser-resistent und unempfindlich gegenüber kleinen Steinchen oder anderen spitzen Gegenständen auf dem Untergrund
  • Nur geringfügig höheres Gewicht im Vergleich zur klassischen Isomatte
  • Kleines Packmaß in der Tragetasche für leichten Transport
  • Zuverlässiges Ventil auch nach mehreren Anwendungen
  • Optional: Reparaturset mit Klebstoff und Flicken

Wie Sie die Isomatte nach Gebrauch wieder korrekt verstauen

Wenn die Nacht im Freien erholsam überstanden worden ist, soll die Reise natürlich wieder schnell weitergehen. Um die selbstaufblasbare Isomatte dabei wieder auf Transportgröße zu bringen und ordnungsgerecht zu verstauen, gibt es folgende Hinweise zu beachten:

Falten Sie die Isomatte zwei- bis dreimal und lassen Sie anschließend über das Ventil die Luft durch Pressen hinaus. Nun das Ventil wieder schließen und die Matte an ihrem Fußende eng zusammenrollen. Die verbleibende Luft, die sich am Kopfende aufgestaut hat, wird dann über das Ventil wieder hinausgelassen. Nun kann das Ventil wieder geschlossen werden und die Isomatte zum Transport eingepackt werden. Achten Sie dabei unbedingt, dass Sie für die selbstaufblasbare Isomatte einen Packsack oder eine ähnliche Schutzvorrichtung verwenden, um das Material ideal zu schützen.

 

Und wo liegt da jetzt der Haken an einer aufblasbaren Isomatte?

Zugegeben, es wäre sicherlich nicht ganz ehrlich, wenn wir Ihnen sagen würden, dass die selbstaufblasbare Isomatte nicht auch ohne Nachteile auskommen würde. Durch das Wesen der Isomatte ist sie natürlich nicht ganz so bequem wie eine Luftmatratze, die selbstaufblasbar ist. Im Vergleich zu den gewöhnlichen Isomatten sind die selbstaufblasbaren Modelle im Schnitt auch immer etwas teurer und geringfügig schwerer.

Allerdings fällt das Gewicht hierbei wortwörtlich „nicht ins Gewicht“. Und auch beim Preis sind wir der Meinung, dass es Ihnen der kleine Aufpreis wert sein sollte und Sie sich im Gegenzug eine unkomplizierte Lösung für Ihre nächste Wanderung anschaffen.